Ein Dermatologe erklärt, warum UV-Schutz länger schön macht

Lachfältchen sind sympathisch - doch schon ab Mitte 20 können die Falten auch sichtbar bleiben, wenn man gerade nichts zu lachen hat. Das passiert vor allem, wenn man das Gesicht und die empfindliche Augenpartie dauerhaft ungeschützt der Sonne aussetzt: Je öfter man also in die Sonne geht, desto größer ist die Gefahr, Hautschäden zu erleiden.

„Das Gesicht ist die Sonnenterrasse des Körpers“, sagt Dr. Dirk Meyer-Rogge, Hautarzt und Anti-Aging-Spezialist in Karlsruhe. „Wer die Haut von Jugend an nicht konsequent vor der Sonne schützt, hat oft schon ab 30 die Folgen zu tragen.“ Die Folgen können am Auge zum Beispiel strahlenförmige Falten sein, die gefürchteten Krähenfüße. Sie sind nichts anderes als tief eingegrabene Mimikspuren.
Diese Knitterfalten tauchen je nach Hauttyp oft schon ab dem 25. Lebensjahr auf. Spätestens ab 30 stellen besonders Frauen fest, dass ihre Augenpartie nicht mehr so jugendlich und glatt wirkt wie zuvor. Grund: Die Haut ist dort besonders empfindlich, weil sie an den Augenlidern und Schläfen sehr dünn ist.

Außerdem sind die Augen immer an der Mimik beteiligt und werden permanent von winzigen Muskeln bewegt. Dieses Strecken und Dehnen trainiert zwar die kleinen Muskeln. Doch wenn die Haut mit dem Alter dünner wird, graben sich durch die starken Muskeln immer tiefere Falten ein.

Mit dem Ende des Wachstums ab etwa 25 Jahren kann sich auch das Bindegewebe in der Unterhaut nicht mehr so gut regenerieren. Eigentlich speichert es Wasser und sorgt für ein Polster, das junge Haut knackig und rosig aussehen lässt. Diese Speicherfähigkeit des Bindegewebes schwindet aber mit dem Alter, daher wird die ohnehin zarte Haut rund um die Augen immer dünner.

Wer sich richtig schützt, hat mehr zu lachen
Bild: Zeiss

Die dunkle Seite der Sonne: Hautschäden und Krebs

Dann wird das Sonnenlicht noch gefährlicher – UV-Strahlung ist der Feind der Haut. Die Strahlen können tief in die Unterhaut eindringen und das Bindegewebe schädigen, so dass Zellen absterben und weniger Kollagen produziert wird, das die Haut elastisch macht. Das führt zu der typischen Hautalterung mit vielen Falten und trockener, ausgedünnter Haut. Weitere Sonnenschäden sind schlaffe, rissige Haut sowie Sommersprossen und Pigmentflecken. Letztere entstehen bei Frauen sehr häufig, wenn sie während der Schwangerschaft in die Sonne gehen, aber auch bei Einnahme bestimmter Antibabypillen oder in den Wechseljahren.

Aber bei harmlosen Sommersprossen oder ein paar Falten bleibt es oft nicht, warnt Dr. Meyer-Rogge: Kleine rote Flecken, die auf den ersten Blick wie Pigmentflecken wirken, können sich als sogenannte Lichtkeratosen entpuppen – eine Vorstufe von Hautkrebs. Am empfindlichen Augenlid entstehen so immerhin fünf bis zehn Prozent aller Hautkrebsfälle, bei Männern gibt es häufig auf Stirn und Kopfhaut Lichtkeratosen.

„Flecken, die man nach dem Strandurlaub oder am Ende des Sommers entdeckt, sollte man daher unbedingt vom Hautarzt kontrollieren lassen. Ich möchte meine Patienten jedes Jahr einmal zur Kontrolle sehen“, rät Dr. Meyer-Rogge. Schließlich nimmt weißer Hautkrebs, die häufigste Krebsart, rasant zu, weil die Haut keine Schonzeit mehr hat: „Menschen ab 50, deren alternde Haut sowieso schon belastet ist, fahren in der kalten Jahreszeit auch noch auf Kreuzfahrt oder fliegen in die Tropensonne“, erklärt Meyer-Rogge. Inzwischen treten 90 Prozent aller weißen Hautkrebsfälle im Gesicht auf. Operationen sind dort besonders heikel, denn sie können unschöne Narben hinterlassen.

Daher ist es wichtig, die Augenpartie immer gut zu pflegen und vor allem vor der Sonne zu schützen. „Ich bin ein Riesenfan von Sonnenbrillen!“, erklärt der Experte. Sonnencreme oder eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor helfen natürlich, doch Dirk Meyer-Rogge selbst macht es anders: Er ist aktiver Triathlet und trägt bei jedem Outdoor-Training eine Kappe mit Schweißband sowie eine Schutzbrille. „Sonnencreme gehört zwar auch auf die Lider. Aber die Lotion kann in die Augen laufen, das ist unangenehm. Daher ist ein mechanischer Schutz besser, also Brille und Hut, am besten mit Schweiß- oder Stirnband“. Wer keinen Sonnenhut tragen möchte, sollte sich das Gesicht frühzeitig eincremen, nämlich mindestens 30 Minuten vor dem Sport oder dem Ausgehen.

Absolutes Muss ist eine gute Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Schutz, also für Wellenlängen bis 400 Nanometern (beim Kauf unbedingt beachten). Sie sollte nicht zu schmale Gläser haben und möglichst auch an den Seiten an die Schläfen heranreichen. So schützt sie Haut und Augen, denn auch die Augen selbst können Sonnenschäden erleiden: Die UV-Strahlen tragen zur Trübung der Augenlinse mit zunehmendem Alter bei. Der weit verbreitete Graue Star, eine typische Krankheit der Menschen ab 50, ist die Folge.

UV-Strahlen treffen Haut und Augen allerdings nicht nur bei blauem Himmel, sie können auch durch die Wolken dringen. Das Gesicht ist so gerade im Sommer den ganzen Tag über der schädlichen Strahlung ausgesetzt. ZEISS bietet daher in seinen klaren Kunststoff-Brillengläsern vollen UV-Schutz bis zu 400 nm, ohne die Klarheit der Brillengläser dabei signifikant zu beeinflussen. So schützen diese Brillengläser vollständig vor schädlicher UV-Strahlung und bieten dabei bestmögliche Klarheit für kompromissloses Sehen.

Experte:
Dr. Dirk Meyer-Rogge
Dermatologe, Ästhetik- und Hautzentrum Karlsruhe
https://www.meyer-rogge.de/